Tag der Offenen Moschee 2013

Die islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland veranstalten seit 1997 den bundesweiten Tag der offenen Moschee (TOM) – jedes Jahr am 3. Oktober. Mehr als 1 000
Moscheen bieten an diesem Tag Führungen, Vorträge, Ausstellungen, Informationsmaterialien und Begegnungsmöglichkeiten an. Dieses reiche Angebot wird jährlich von mehr
als 100 000 Besuchern wahrgenommen. Seit 2007 wird der Tag der offenen Moschee unter dem Schirm des Koordinationsrats der Muslime (KRM) mit einem gemeinsamen Motto organisiert.

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Auch die DITIB-Münster lädt alle Interessierte am Donnerstag den 3. Oktober in die Moschee ein.

Programmablauf für den Tag der Offenen Moschee in der Zentralmoschee Münster

Start: 10:30 Uhr ; Ende: 18:00 Uhr

10:30 Uhr    Moscheeführung I    (TP: vor der Moschee)
11:30 Uhr    Offizielle Eröffnung / Begrüßung    (im Konferenzraum)
12:30 Uhr    Moscheeführung II   (TP: vor der Moschee)
13:26 Uhr    Mittagsgebet   (im Gebetssaal)
Das Zuschauen beim Gebet oder eine stille Teilnahme sind möglich.
14:30 Uhr    Gastvortrag: Ali Baş (MdL)  Thema: Umweltschutz  (im Konferenzraum)
14:30 Uhr    Moscheeführung III  (TP: vor der Moschee)
Während des Vortrags findet eine Moscheeführung für Kinder und Jugendliche statt.
15:30 Uhr    Moscheeführung IV         
16:26 Uhr    Nachmittagsgebet  (im Gebetssaal) – Das Zuschauen beim Gebet oder eine stille Teilnahme sind möglich.
17: 00 Uhr   Videovorführung  über den Propheten Muhammed (s.a.v.)  im Konferenzsaal

Themenschwerpunkt dieses Jahr ist „Umweltschutz“

Das diesjährige Motto des Tages der offenen Moschee lautet „Umweltschutz – Moscheen setzen sich ein“. Auch Muslimen ist bewusst, dass viele Fragen und Probleme erst mit einem gewissen gesellschaftlichen Wohlstand auf – kommen bzw. erst dann sichtbar werden. Probleme und Herausforderungen wie etwa die Klimaerwärmung, Luftver schmutzung, Hungersnöte, unwürdige Tierhaltung, Wassermangel usw. sind Phänomene, die auf die Menschen und ihre Lebensweise zurückzuführen sind. Ein verantwortungs voller Umgang mit der Umwelt ist von zentraler Bedeutung, damit die Erde auch nach Jahrhunderten noch „bewohnbar“ ist. Schließlich tragen wir nicht nur Verantwortung für die heutigen Generationen, sondern auch für unsere Nachkommen.

Muslime gestalten ihr Leben in einer grundlegenden Verantwortung gegenüber Allah und seiner Schöpfung. Dabei sollte ihr Handeln nicht von bevorstehenden Problemen gelenkt werden, sondern auf einem Bewusstsein basieren, das in einer starken Beziehung zu Allah steht. Das Bewusstsein der Muslime geht also über ein bloßes praktisches Pflichtbewusstsein hinaus. Die Achtung der Natur und Umwelt sowie ein Bewusstsein, welches Verschwendung jeglicher Art einen Riegel vorschiebt, sollten selbstverständliche Charakterzüge eines jeden Muslims sein. Nach islamischem Verständnis gehört die gesamte Schöpfung zu den „Zeichen Allahs“ (Âyatullah). So wie die Verse (Âyât) des Korans, zeigen sie auf den Schöpfer. Schließlich nimmt Allah im Koran in einer Vielzahl von Versen selbst Bezug auf seine Schöpfung und fordert dazu auf, die unnachahmliche Perfektion und Harmonie in der Natur zu erkennen. Hierzu zählen etwa folgende Verse:

„Schaut doch nur, was in den Himmeln und auf Erden ist!“
(Sure 3 Yûnus, 10:101);

„Schauten sie denn nicht zum Himmel, der über ihnen ist, empor, wie wir ihn erbauten und verzierten, so dass er keine Spalten hat?“
(Sure Kâf, 50:6)

Die Verantwortung des Muslims für die Natur macht es notwendig, dass Muslime und Nichtmuslime, in ihrem alltäglichen gemeinschaftlichen Leben, sensibilisiert werden,
umweltbewusst(er) zu leben. Das fängt z. B. beim Wasserverbrauch bei der Gebetswaschung an und endet bei der umweltfreundlichen „grünen“ Moschee, die beispielsweise erneuerbare Energien einsetzt und Aktionen zum Umweltschutz organisiert. In diesem Sinne ist es Ziel dieser Broschüre, dem Leser zu verdeutlichen, dass Umweltschutz vom Islam gefordert wird und dass das muslimische Bewusstsein eine Auseinandersetzung mit dem Thema nahelegt. Zudem soll die Broschüre ein Anstoß für Moscheegemeinden sein, etwa ihren Wasser- und Energieverbrauch zu überprüfen oder bewusster mit Abfall umzugehen und sich im Sinne des TOM-Mottos verstärkt für Umweltschutz einzusetzen.

Die Mottos der vergangenen Jahre lauteten:
2007 – „Moscheen – Brücken für eine gemeinsame Zukunft“
2008 – „Moscheen – Orte der Besinnung und des Feierns“ (2008),
2009 – „Moscheen – Ein fester Teil der Gesellschaft. 60 Jahre Bundesrepublik und ihre Muslime“
2010 – „Der Koran – 1400 Jahre, aktuell und mitten im Leben“
2011 – „Muhammad – Prophet der Barmherzigkeit“
2012 – „Islamische Kunst und Kultur“

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