Moschee hinter Münsters Hauptbahnhof

Moschee hinter Münsters Hauptbahnhof

Münster. In Münster sollen im April die Umbauarbeiten für eine Moschee beginnen. Das teilte Vorstandsmitglied Mustafa Dayioglu von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) am Mittwoch 20.02.2008 der KNA mit. Die benötigten 600.000 Euro habe der Verein noch nicht vollständig durch Spenden aufbringen können. Doch man werde einen Kredit aufnehmen.

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Die Moschee am Bahnhof ist genehmigt

Die Moschee am Bahnhof ist genehmigt

MÜNSTER Der Montag wird ein guter Tag für die Türken in Münster: Vermutlich wird an diesem Tag die Baugenehmigung für ihre neue Moschee an der Bremer Straße im Briefkasten liegen.

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Eine Kuppel, ein Minarett, orientalische Schmuck-Elemente: So wird die neue Moschee hinter dem Hauptbahnhof aussehen.

Baudezernent Siegfried Thielen bestätigte am Freitag der MZ, dass die Genehmigung erteilt sei. Damit endet für die Türkisch-Islamische Union (DITIB) eine lange Zeit des Wartens. „Vermutlich im April können wir mit dem Umbau anfangen“, sagte Ünal Alpaslan, der für die DITIB das Projekt betreut.

Erst vor kurzem hat die Gemeinde die letzten Schulden für ihr jetziges Gebäude gezahlt. Jetzt kann sie den nächsten Kredit aufnehmen, um den 600 000 Euro teuren Umbau zu finanzieren. Der Kredit werde nachher von den Mitgliedern abbezahlt, so Alpaslan.
Die Architekten haben den ursprünglichen Entwurf noch einmal überarbeitet, die Fassade modifiziert und die Kuppel neu gestaltet. War bisher Glas vorgesehen, so wird es jetzt doch eine Kuppel aus Holz. Das Minarett ist weiterhin ohne Funktion; es nimmt den Fahrstuhlschaft auf.

Direkt nach Eingang der Baugenehmigung sollen die Ausschreibungen für die Bauarbeiten auf den Weg gebracht werden; Baubeginn soll im April sein. „Wir hoffen, dass wir den Rohbau zu Beginn des Ramadans fertig haben“, sagt Ünal Alpaslan. Der Fastenmonat beginnt in diesem Jahr am 1. September.

Ab diesem Datum müssen die Muslime nicht mehr im Keller beten, sondern können ins Obergeschoss gehen: „Die Mitglieder freuen sich darauf!“

Quelle: http://www.muensterschezeitung.de/staedte/muenster/Die-Moschee-am-Bahnhof-ist-genehmigt;art993,185876

 

Minarett hinterm Bahnhof

Minarett hinterm Bahnhof

MÜNSTER Ein Gotteshaus, das diesen Namen verdient. Was für christliche Kirchen selbstverständlich ist, soll für die Türkisch-Islamische Union (DITIB) bald Wirklichkeit werden: 2008 möchte sie ihr Zentrum am Bahnhof zu einer richtigen Moschee machen.

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Die Fotomontage zeigt die neue Moschee, die an der Bremer Straße gebaut wird.
Foto/Montage: Heiner Witte/Sebastian Donath

Seit über einem Jahr plant die muslimische Gemeinde um ihren Vorsitzenden Mustafa Dayioglu den kompletten Umbau ihres Hauses. Jetzt steht nach MZ-Informationen die Genehmigung durch die Stadt unmittelbar bevor. Demnach wird das Gebäude um anderthalb Etagen aufgestockt, die Fassade erhält ein modernes, orientalisches Gesicht.

Der Gebetsraum, der bisher im Keller liegt, soll ins neue Obergeschoss wandern, eine kleine Glaskuppel das Tageslicht hereinlassen. Markantester Teil der Moschee dürfte wohl das von einem Spitzdach gekrönte Minarett werden, das mit rund 15 Metern Höhe die Moschee um etwa fünf Meter überragt.

Kein Gebetsruf

Das bedeutet aber nicht, dass in Zukunft der Ruf eines Muezzin über das Bahnhofsviertel schallen soll. „Es wird keinen Ausrufer und keine Lautsprecher am Minarett geben“, stellt der Sprecher der münsterschen DITIB-Gemeinde, Ufuk Ekici, klar. „Wir wissen, dass das in der Bevölkerung nicht gern gesehen wäre.“ Der Turm sei zum einen ein architektonisches Symbol: „Das Minarett ist das Erkennungszeichen einer Moschee.“ Und zum anderen könne man in seinem Inneren bequem den neuen Aufzug einbauen.

550 Gläubige

Schon lange platzt das Zentrum am Bremer Platz, das die als liberal geltende DITIB seit 1986 betreibt, aus allen Nähten. Etwa 190 muslimische Familien gehörten inzwischen zur münsterschen Gemeinde, sagt Ufuk Ekici: „Bei den Freitagsgebeten sind manchmal 550 Besucher hier.“ Dazu komme ein wachsendes soziales Angebot. Sprachunterricht, religiöse Vorträge, Computerkurse, Jugendgruppen: Für all das soll der Umbau mehr Raum schaffen.

Die Stadt und die Bahn (als Eigentümerin des angrenzenden Bahnhofs) hatten bereits im Frühjahr Zustimmung signalisiert. Planungs- und Baudezernent Siegfried Thielen bestätigte gestern, dass die Organisation „in den nächsten Wochen“ mit einer Baugenehmigung rechnen könne. Im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen, nach etwa acht Monaten abgeschlossen sein. Finanziert wird die neue Moschee laut Ekici ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

QUELLE:
http://www.muensterschezeitung.de/staedte/muenster/Minarett-hinterm-Bahnhof;art993,94314