Moschee hinter Münsters Hauptbahnhof

Moschee hinter Münsters Hauptbahnhof

Münster. In Münster sollen im April die Umbauarbeiten für eine Moschee beginnen. Das teilte Vorstandsmitglied Mustafa Dayioglu von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) am Mittwoch 20.02.2008 der KNA mit. Die benötigten 600.000 Euro habe der Verein noch nicht vollständig durch Spenden aufbringen können. Doch man werde einen Kredit aufnehmen.

Die Stadtverwaltung hatte die Genehmigung für den Umbau des Ditib-Gebäudes am Bremer Platz am Dienstag (19.02.2008) erteilt, sagte Hans Riemann vom Bauordnungsamt der KNA. „Das Projekt kann wie geplant umgesetzt werden.“ Der Bau hinter dem Hauptbahnhof erhält den Angaben zufolge einen großzügigen Moscheeraum. Dazu wird die Decke zwischen Keller und Erdgeschoss herausgenommen. Auf dem Dach entsteht ein Treppenraum, der durch eine Kugelform das Aussehen eines Minaretts erhalten soll.

Bislang beten die 190 Mitglieder des Moscheevereins im Untergeschoss des Hauses. Die neuen Räume werden nach Angaben von Dayioglu auf 150 Gläubige ausgerichtet sein. Außerdem soll das Gebäude neue Büros sowie getrennte Aufenthaltsräume und Toiletten für Männer und Frauen bekommen. Bereits vor mehreren Monaten hatte die Deutsche Bahn als direkter Nachbar ihr Einverständnis mit dem Bau einer Moschee erklärt.

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, 20.02.2008

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