Zentral-Moschee hinter dem Bahnhof wird gebaut

Zentral-Moschee hinter dem Bahnhof wird gebaut

 

moschee_bildBislang müssen islamische Türken in Münster zum Beten in den Keller gehen. Doch das soll sich jetzt ändern. Die Bahn hat keine Einwände und im Februar 2008 hat die Stadt die Baugenehmigung für die Umbauarbeiten für eine neue Moschee im Haus der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) der Anstalt für Religion e. V. erteilt. Jetzt steht der Baubeginn kurz bevor. Spätestens Ende des Monats, so Architekt Ünal Alpaslan, der das Projekt betreut, hängt am Bremer Platz 42 das Baustellenschild, wenn nicht sogar schon Mitte des Monats. Zwei Stockwerke werden auf das Flachdach-Gebäude aufgesattelt, um die neue Zentral-Moschee großzüger zu gestalten. Entwurf: Architekturbüro Martin Hülsey Gebetsraum für 200 Muslime Auf das Flachdach-Haus hinter dem Bahnhof werden dann zwei Stockwerke aufgesattelt. Der eigentliche Gebetsraum, der die etwa 200 Mitglieder des Vereins aufnehmen kann, wandert mit dem Umbau vom Unter- in das zweite Obergeschoss. Eine Etage höher wird eine Galerie den Betraum der Männer umlaufen, zu der die Frauen Zugang haben. Minarett mit symbolischem Charakter Normalerweise sind Beträume in den Moscheen ebenerdig angeordnet. Aus Platzgründen ist dies in der neuen Zentral-Moschee in Münster nicht möglich. Damit auch alte Menschen und Behinderte den Raum ohne Probleme erreichen können, wird ein Aufzug eingebaut. Auf den Kopf des Aufzuges wird ein kugelförmiges Minarett gebaut, das aber nicht beschallt wird. Es hat vielmehr symbolischen Charakter. Außerdem bekommt das Gebäude mit seinen 240 qm Nutzfläche neue Büros sowie getrennte Aufenthaltsräume und Toiletten für Männer und Frauen. Finanzierung über Spenden und Darlehen Fast ein Jahr hat Ditib auf den Baubeginn gewartet, da erst die Finanzierung der rund 400.000 Euro für den Umbau gesichert sein musste. Die eine Hälfte wird aus einem Darlehen, die andere Hälfte aus Spenden gespeist. Die, so Mustafa Dayioglu, Geschäftsführer der Moschee, sind nach wie vor willkommen. Willkommen zum gemeinsamen Gebet, sagt er, sind auch nicht nur die Ditib-Vereinsmitglieder, sondern alle Muslime in der Stadt. Dayioglu rechnet mit einer Bauzeit von rund sechs Quelle: Monaten.

Quelle : http://www.echo-muenster.de
Foto:     Kern

Bruni Frobusch

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